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Sa, 10.11.2012Brief von Lena Trautmann
Dumela aus Südafrika
Dumela aus Südafrika! November 2012

Wahrscheinlich könnt Ihr es auch kau...
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Mi, 17.10.2012Brief von Simon Rentsch
Schon über zwei Monate in Südafrika!
Schon über zwei Monate in Südafrika! 17.10.2012
Jetzt sind wir schon über zwei Monat...
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So, 09.09.2012Brief von Lena Trautmann
Ein erstes Lebenszeichen aus Bloemfontein im Herzen Südafrikas
Zuerst einmal möchte ich mich nochmal herzlich bei Allen bedanken, die mich so wundervoll verabsc...
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Mi, 08.08.2012Bloemfontein
Lena und Simon sind gut angekommen
Nach einem Wochenende mit Abschiedsfeiern, Aussendegottesdiensten im Dom zu Augsburg, Dinkelsbühl...
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Fr, 03.08.2012Brief von Simon Rentsch
Simon Rentsch aus Frankenthal
Liebe Mitglieder und Freunde des Dumelang e.V.,

mein Name ist Simon Rentsch und ich k...
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Do, 02.08.2012Brief von Lena Trautmann
Abschied von Deutschland
Liebe Mitglieder und Freunde von Dumelang e.V.,
mein Name ist Lena Trautmann, ich bin 19 Jahr...
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Mi, 25.07.2012Dinkelsbühl
2 Freiwillige machen sich auf den Weg nach Südafrika
Am 7. August werden Lena Trautmann aus Heidenheim an der Brenz und Simon Rentsch aus Bautzen zu ihre...
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Fr, 11.05.2012 19:30 UhrDinkelsbühl, Pfarrzentrum
Mitgliederversammlung
Zur 8. Mitgliederversammlung des Vereins Dumelang e. V. am Freitag, den 11.05.2012, um 19:30 Uhr lad...
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Di, 10.04.2012Brief von Katharina Schweitzer
Ein letzes "Dumelang" aus Südafrika
Nun ist es tatsächlich fast soweit: in Kürze werde ich in den Flieger gen Deutschland steigen. Unglaublich, wie schnell gerade der letze Abschnitt meines Aufenthaltes hier verflogen ist. Ich habe gar nicht realisiert, dass ich so lange nicht mehr geschrieben habe!
Das lag vor allem daran, dass ich seeehr beschäftigt war. Um ehrlich zu sein, waren die letzten zwei Monate ziemlich harte Monate. Das Projekt durchlebte so eine Art Tiefphase. Wir hatten viele Konflikte zu bewältigen und obendrein lies auch noch unser Management zu wünschen übrig. Daher verbrachte ich den Großteil meiner Vormittage in Kliniken oder Meetings und grübelte bis spät in die Nacht mit Clara über sämtliche Probleme bzw. deren Lösungen. Logischerweise war in dieser Zeit meine eigentliche Arbeit, für die Kinder da zu sein und sie zu beschäftigen, manchmal eher nervliche Herausforderung als Spaß.
Das Ganze hatte glücklicherweise ein Ende: mit Beginn der Osterferien mussten zwei Kinder das Projekt verlassen. Anfangs war ich von dieser Idee nicht sehr überzeugt: "Was wird aus den Kindern jetzt werden? Wo sollen sie denn unterkommen? Wer kümmert sich um sie?" Im Nachhinein sehe ich aber, dass es die einzig richtige Entscheidung war. Die Atmosphäre im Projekt hat sich grundlegend geändert: es scheint, als ob alle viel fröhlicher und unbeschwerter durch den Tag gehen. Auch für uns Arbeiter ist der Tagesablauf viel entspannter geworden.
Um aber auf die zwei Abgänger zurückzukommen: bevor sie das Projekt verließen, haben wir Ihre neuen Unterkünfte angesehen und sichergestellt, dass sie in ein passendes Umfeld ziehen.
Tatsächlich hatten wir in den letzen Tagen wieder sehr viel Spaß im Projekt. Ich hatte wieder mehr Zeit für meine eigentliche Arbeit, konnte wieder kreativ sein und mit den Kindern Ostern vorbereiten. Wir haben sehr viel gemalt, gebastelt, gelesen und gesungen. Ich habe, ehrlich gesagt, richtig auf Ostern hin gefiebert.
Und ich wurde nicht enttäuscht. Gestern durfte ich noch einmal einen richtigen Höhepunkt meines Aufenthaltes erleben: die Osternacht.
Hier beginnt die Osternacht schon Samstag Abend und endet am Sonntag Morgen. Wenn sich jemand nicht vorstellen kann, dass neun Stunden Gottesdienst (unterbrochen von zwei 30-minütigen Pausen) ein tolles Erlebnis sein können, der sollte seine Osterferien einmal in Südafrika verbringen.
Der Ablauf der Kirche ist eigentlich ziemlich vergleichbar mit unserer Osternacht:
Anfangs ist alles dunkel und es wird aus dem Evangelium gelesen. Auch wenn ich natürlich nichts verstehen konnte, war so eine innere Aufregung in mir, dass ich alles einfach faszinierend fand. Außerdem wurde zwischen den einzelnen Lesungen gesungen und das ist -selbst nach acht Monaten noch- jedes Mal aufs Neue so ein tolles Erlebnis, dass man jede Sekunde geniesen muss.
Nach der ersten Pause treffen sich alle am Osterfeuer wieder. Zu dieser Zeit ist nämlich schon Sonntag. Dort wird die Osterkerze angezündet und mit dem "Lumen Christi" ziehen alle feierlich zurück in die Kirche. In der Kirche wird das Feuer -wie bei uns- an jeden weitergegeben. Zum ersten Mal an diesem Abend ist es hell.
Nun ist die Fastenzeit vorüber und es ist wieder erlaubt, in der Kirche zu tanzen. Wie ich mich darauf gefreut habe! Es ist einfach unbeschreiblich: man steht in der Mitte eines tanzenden, wunderschön singenden Lichtermeeres.
Getoppt wird das Ganze nur noch, als ein wenig später das Hallelujah ertönt und die Lichter der Kirche angehen. Zusammen mit Marimbas und Glockengeläut, ist in der Kirche eine mega Party; zehn mal besser als bei uns in der Samstag-Abend-Disko =). Es ist ein Fest zu Ehren Jesu!!!!
Nach der zweiten Pause wird Taufe und Erstkommunion gefeiert.
Die Taufe hier ist anders als in Deutschland: es wird nicht nur Weihwasser über den Kopf geschüttet, sonderen die Taufkandidaten baden vollständig im Taufbecken. Drei unserer Kinder wurden getauft, so war es ein ganz besonderes Erlebnis für uns.
Von der Erstkommunion habe ich nur den Anfang mitbekommen. Ich wusste nicht, dass ich das kann, aber ich muss wohl im Sitzen eingeschlafen sein :) Zum Glück passiert das mehreren hier und sobald das nächste Lied gesungen wird, ist man sowieso wieder wach! Von da an, tanzte ich extra viel, um mich wach zu halten. Denn obwohl es wunderschön war, ist es um sechs Uhr morgens einfach schwierig, seine Augen offen zu halten. Um halb sieben war der Gottesdienst aber dann beendet.
Und noch vor acht Uhr lag das ganze Projekt im Bett!
...und erwachte auch erst wieder um 13.30 Uhr, als die Kleinen es wirklich nicht mehr in ihren Betten aushielten und hungrig waren. Also aßen die kleinen Jungs und ich unser eigenes Ostermahl, weil der Rest immer noch schlief.
Gegen 15.30 Uhr waren aber auch die Letzen wieder fit und wir konnten die Ostereiersuche Starten :) Ich hatte die Ehre, den Osterhase zu vertreten und die Eier verstecken. Die Kinder hatten nicht erwartet, dass wir Schokoladeneier für sie haben, so freuten sie sich umso mehr über die Überraschung. Es war eine Gaudi! Selbst als alles gefunden war und jeder seine Schokolade mümmelte, haben wir getanzt, gesungen, gespielt und gelacht.
Um mein Ostern in Südafrika in einen Satz zu fassen: Es war ein einmaliges, wunderschönes Erlebnis!
Nach Ostern sind nun alle meine "offiziellen Termine" vorbei. In den nächsten Tagen werde ich, neben dem ganz normalen Alltag, meinen Abschied vorbereiten. Obwohl mich jeder darauf anspricht, kann ich es immer noch nicht so wirklich glauben, dass alles jetzt schon vorbei sein soll. Vielleicht begreife ich es am Samstag, bei meiner Abschiedsparty...
Wie die war, könnt Ihr mich in ein paar Tagen persönlich fragen :)

Bis dahin, ein letzes Mal ganz liebe Grüße aus dem fernen Südafrika!


Katharina

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