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Sa, 13.11.2010 19:30 UhrSchranne Dinkelsbühl
Benefizkonzert zugunsten Dumelang e.V.
Am 13.11.2010 findet um 19:30 Uhr das große Benefizkonzert der Bosch Big Band und der B...
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Mo, 01.11.2010Brief von Lena Zimmermann
Hallo Deutschland
nun bin ich bereits einen Monat von Zuhause weg, aber mir geht es hier sehr gut. Bisher zeigt sich noch kein Gefühl von Heimweh und ich fühle mich fast als wäre ich zuhause. Der einzige Unterschied ist die Sprache und das Aussehen: Einen Monat in einem ganz neuen und fremden Land. Was bedeutet das? Viele neue Erfahrungen und viele Eindrücke.

Bereits in der zweiten Woche sind zwei Mädchen aus dem Projekt weggelaufen bzw. verschwunden. Ursprünglich wollten sie nur zum Shop gehen, kamen aber nicht mehr zurück. Nach nächtlicher Suchaktion mit der Polizei, Vermisstenmeldung bei der Polizei und Suchaktion wurden wir nicht fündig. Die Polizei half uns auch nicht mehr weiter, da die Mädchen über 18 sind und somit machen können, was sie wollen.

Somit konnte ich meine ersten Erfahrungen sammeln, mit dem Gefühl klar zu kommen, zwischen Sorgen machen und nichts machen können. Wir wissen bis heute nichts ob ihnen was passiert ist oder es ihnen gut geht.

In der dritten Woche war dann so einiges geboten hier. Clara (Leiterin des Kinderhauses) kam mit starken Schmerzen in der Schulter, totalen Schweißausbrüchen und Gliederschmerzen ins Krankenhaus. Doch bis es dazu kam vergingen, mal schnell eineinhalb Stunden. Dort konnte ich bereits meine nächsten Erfahrungen machen mit der Zeit hier in Südafrika. Wir riefen die Ambulance an, dass jemand kommen soll, um sie zu holen. Und wäre Claras Schwester nicht gekommen, um sie zu holen, dann würden wir jetzt noch auf die Ambulance warten.

Ja, das Warten bei Notfällen hier ist was ganz anderes als in Deutschland. Hier lernt man geduldig zu werden und die Zeit abzusitzen. In dieser Woche war ich dann allein mit den Kindern im Projekt. Es war ein seltsames Gefühl für mich, nicht zu wissen was mit Clara ist. Da wir weder sie noch jemanden von ihrer Familie erreichten. Erst zwei Tage danach wussten wir wo sie ist und wie es ihr geht. Mit dem Gefühl nicht gleich eine Antwort zu erhalten und Warten zu müssen, wird man hier relativ schnell konfrontiert. Da heißt es geduldig sein.

Und meine nächsten Erfahrungen mit Notfällen konnte ich bereits am Tag nach Claras Schmerzen machen. Ein Junge hat sich beim rumalbern seinen Finger verletzt. Mit totalen Schmerzen im Finger und der Ungewissheit, ob der Finger nicht gebrochen ist, sind wir zur Klinik. Ja, was stellt man sich unter einer Klinik vor? Nein, falsch gedacht es ist kein Krankenhaus. Es ist eine ganz normaler Arzt, mit einem Wartezimmer in dem mal schnell mindestens 70 Leute warten, um dran zu kommen. So auch wir. Nach einer halben Stunde sagten wir, dass dies ein Notfall wäre und der Finger offen ist und total schmerzhaft, ob man da nichts machen kann. Allein wenn ich jetzt noch daran denke, kann ich die Antwort immer noch nicht glauben. Wir bekamen die Antwort, wir sollen morgen noch mal kommen, da sie heute solche Fälle nicht versorgen. So verließen wir die Klinik, ohne Ergebnis. Am nächsten Tag weigerte sich der Junge nochmals dort hinzugehen und nahm die Schmerzen in Kauf. Zwingen konnte ich ihn nicht dazu, da mal wieder das Alter eine große Rolle spielte und er über 18 ist und somit es seine Entscheidung ist.

Die Arbeit hier im Projekt macht mir riesigen Spaß. Die Kinder und jungen Erwachsenen sind sehr offenherzig und hilfsbereit. Doch das Einhalten von Regeln bzw. das Hinterhersein das Regeln eingehalten werden, findet hier nicht so sehr statt. Dabei zeigen sich auch kleine Probleme bei den Kindern auf, wobei es deutlich wird, dass ihnen der gewissen Rahmen fehlt, um an ihre Grenzen zu kommen und Fehlverhalten akzeptieren zu können. Zumindest akzeptieren zu können, dass auf ein Fehlverhalten eine Konsequenz folgt.

Somit habe ich mir dies zur Aufgabe gemacht, dies in diesem Jahr zu ändern und daran zu arbeiten. Denn es ist sehr wichtig, dass sie erfahren, was erlaubt ist und was nicht. Wo die Grenze erreicht ist und was passiert wenn man über sie hinausgeht. Bereits die ersten Schritte haben Clara und ich in die Tat umgesetzt und ich habe ein gutes Gefühl, dass die nächsten Schritte folgen werden.

So nun liegt in den folgenden Monaten viel Arbeit vor mir. Aber ich habe riesige Freude, all das was ich in den letzten Jahren gelernt habe, in die Tat umzusetzen, um die Kinder glücklich zu machen. Was mein Handeln bestätigt, dass es das Richtige ist, hier etwas zu ändern, ist das glückliche Lachen der Kinder.

Dies waren nun die Eindrücke meines ersten Monates hier in Südafrika im Straßenkinderprojekt. Ich soll euch allen ganz ganz liebe Grüße von den Kindern ausrichten und sagen, dass sie froh sind, dass ihr mich hierher geschickt habt.

Ganz liebe Grüße aus dem sonnigen und warmen Lynchfield.

Eure Lena
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Fr, 01.10.2010Brief von Lena Zimmermann
Dumelang, Le phelang jwang? Ke phela hantle!
Dies war Sesotho und heißt:

Hallo, wie geht es euch? Mir geht es gut.


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Sa, 28.08.2010Lena Zimmermann bereitet sich auf ihren Einsatz im Kinderheim vor
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So, 11.07.2010Barbara Lutz in Dinkelsbühl empfangen
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Di, 22.06.2010Mitgliederversammlung des Vereins Dumelang e.V.


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Di, 01.06.2010Brief von Barbara Lutz
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sich soviel Licht ins Herz zu tragen,
dass, wenn d...
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Sa, 10.04.2010Brief von Barbara Lutz
Frohe Ostern aus dem herbstlichen Südafrika
Ich hoffe ihr hattet zwischen Krokussen, Tulpen und Narzissen ein schönes Osterfest. Vor allem be...
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Sa, 06.03.2010Brief von Barbara Lutz
Gestern habe ich mit Erschrecken festgestellt...
...dass seit meinem letzten Brief schon wieder so viele Wochen verstrichen sind.
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Do, 21.01.2010Brief von Barbara Lutz
Nach dieser aufregenden Zeit des Jahreswechsels...
...voller zahlreicher Ereignisse komme ich jetzt wieder einmal dazu,
mich bei einer Ta...
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